Wer aktuell in der Kvarner-Bucht oder in Rijeka unterwegs ist, spürt es am eigenen Leib: Die berüchtigte Bura hat wieder zugeschlagen! Man spricht in Kroatien ja traditionell von den drei „März-Buren“ (marčane bure), aber dieses Mal hat der Sturm beschlossen, auch dem April noch einen extrem stürmischen Besuch abzustatten. Die aktuellen Meldungen aus der Region sind dramatisch.
Situation, gestern 1.4.2026 um 08:00 Uhr:
Extreme Windspitzen auf der Krk-Brücke
Die Naturgewalt zeigt sich derzeit besonders an den neuralgischen Verkehrspunkten. Auf der berühmten Krk-Brücke (Krčki most) wurden heute Morgen bereits Windgeschwindigkeiten von 162 km/h gemessen. Diese orkanartigen Böen machen den Verkehr lebensgefährlich. Weiter südlich ist die Situation ähnlich kritisch: Die Insel Pag ist durch den Sturm derzeit komplett vom Festland abgeschnitten.
Schäden am Krankenhaus Sušak
Auch in der Stadt Rijeka richtet der Wind erhebliche Schäden an. Besonders eindrücklich zeigt sich die Wucht der Bura am Klinikum Sušak (KBC). Dort hat der Sturm ein Kassen- bzw. Mauthäuschen oberhalb der Poliklinik regelrecht umgeweht und zerstört. Die Sanierungsarbeiten an der Einrichtung können erst beginnen, wenn sich der Wind wieder etwas legt.
Feuerwehr warnt: „Es wird noch schlimmer“
Das Einsatzzentrum der Feuerwehr der Gespanschaft Primorje-Gorski Kotar (VOC PGŽ) ist in höchster Alarmbereitschaft. Gab es in den frühen Morgenstunden zunächst „nur“ kleinere Einsätze – vor allem wegen umgestürzter Bäume auf den Straßen –, spitzt sich die Lage nun zu.
Die Einsatzkräfte warnen unmissverständlich:
„Es nimmt an Fahrt auf, die Bura weht immer stärker, die Telefone klingeln häufiger. Wir erwarten deutlich mehr Interventionen.“ Die bittere Prognose für den restlichen Tag: Es wird erst einmal noch schlimmer.
Wichtige Hinweise für Einheimische und Urlauber
Wenn ihr euch gerade in der betroffenen Region aufhaltet:
- Bleibt nach Möglichkeit drinnen! Die Gefahr durch herumfliegende Gegenstände, Dachziegel oder umstürzende Bäume ist bei solchen Windgeschwindigkeiten extrem hoch.
- Verkehr meiden: Verzichtet auf unnötige Autofahrten, insbesondere mit Wohnmobilen, Anhängern oder Transportern, die extrem anfällig für Seitenwinde sind.
- Informiert euch: Checkt unbedingt die aktuellen Meldungen des Kroatischen Autoklubs (HAK) bezüglich Brücken- und Straßensperrungen sowie Fährverbindungen.
Wir hoffen, dass sich die Bura bald wieder beruhigt. Passt auf euch auf und bleibt sicher!
Recherchebasis sind unter anderem die kroatischen Nachrichtenportale morski.hr oder Novi List
