Träumst du von einer Insel, auf der die Uhren langsamer ticken, es keine Autos gibt und du barfuß durch weichen Sand spazieren kannst? Dann solltest du Susak kennenlernen!
Diese kleine, bezaubernde Insel in der nördlichen Adria (die zur Inselgruppe Cres-Lošinj gehört) ist ein echtes Unikat. Große Autofähren steuern Susak gar nicht erst an – und das aus gutem Grund.
Wir haben für dich die faszinierendsten Fakten über dieses kroatische Inselparadies zusammengefasst, die dich garantiert sofort deine Koffer packen lassen!
1. Eine komplett autofreie Oase
Auf Susak gibt es weder asphaltierte Straßen noch Autos. Wenn du hier ankommst, wirst du am Pier oft von Einheimischen mit sogenannten Karijole (Schubkarren) oder kleinen motorisierten Karren empfangen, um dein Gepäck zur Unterkunft zu transportieren. Vor fast jedem Haus auf der Insel steht traditionell eine solche Schubkarre, oft sogar mit der entsprechenden Hausnummer versehen. Ein echtes Paradies für alle, die dem Verkehrslärm entfliehen wollen!

2. Die Insel des Oreganos
Wusstest du, dass die Insel ihren Namen einem unserer liebsten Küchenkräuter verdankt? Die Insel wird oft auch Sansego genannt. Der Name stammt vom griechischen Wort Sansegus, was Oregano bedeutet. Die Italiener nennen sie Isola di Sansego – wörtlich übersetzt „Oregano-Insel“. Und tatsächlich: Der autochthone Oregano wächst hier in Hülle und Fülle. Dank der besonderen Zusammensetzung des Bodens ist Susak generell extrem reich an duftenden Heil- und Kräuterpflanzen.
3. Die Heimat des ersten Minirocks in Europa
Eines der charmantesten Highlights von Susak ist die traditionelle Volkstracht, die von Kennern liebevoll als „der erste Minirock Europas“ bezeichnet wird. Zu festlichen Anlässen trugen die jungen Frauen hier schon vor langer Zeit kurze, mehrlagige Röcke in leuchtenden Farben. Darunter blitzten traditionell lange, wollene Strümpfe in knalligem Pink, Rot oder Orange hervor. Noch heute kannst du auf der Insel tolle Souvenirs mit diesem einzigartigen Trachten-Motiv finden.

4. Einzigartiger gelber Sand und schützendes Schilf
Im gesamten Mittelmeerraum gibt es keine vergleichbare Insel. Susak besteht nicht aus dem typischen Karstfelsen der Adria, sondern ist von einer dicken Schicht aus gelblichem Sand und Staub bedeckt. Um die Insel vor starken Winden (Bura) und dem salzigen Meeresstaub zu schützen, wachsen hier meterhohe Schilfrohre (Trstika). Sie haben die einstigen, heute leider oft verwilderten Weinberge als Hauptvegetation abgelöst und prägen das malerische, fast schon dschungelartige Landschaftsbild.
5. Endlose Sandstrände und seichtes Wasser
Die Strände von Susak sind ein Traum für Badeurlauber. Am beliebtesten ist die Bucht Spiaza im Nordosten der Insel, die direkt auf Mali Lošinj blickt. Der feine Sandboden und das extrem flache Wasser, das scheinbar endlos ins Meer hinausreicht, rufen förmlich nach stundenlangem, entspanntem Planschen – ideal auch für Familien mit kleinen Kindern.
6. Ein eigener Dialekt und das einfache Leben
Susak ist auch kulturell isoliert: Die Bewohner sprechen einen ganz eigenen, schwer verständlichen Dialekt, den selbst andere Kroaten kaum entschlüsseln können. Die Infrastruktur auf der Insel ist beschaulich, aber man hat alles, was man braucht: Es gibt nur zwei gut ausgestattete kleine Supermärkte, einen Obst- und Gemüsestand vor der Grundschule und eine Bäckerei, deren frisches Gebäck mit Olivenöl und Kräutern geradezu himmlisch schmeckt.
Fun Fact für Musikfans: Die raue und zugleich romantische Schönheit der Insel hat sogar die bekannte kroatische Rockband Let 3 (die Kroatien auch beim ESC vertrat) so fasziniert, dass sie hier das Musikvideo zu ihrem Song „Nafta“ gedreht hat.
Fazit: Susak ist wild, wunderschön und absolut einzigartig. Wer eine kleine Zeitreise machen möchte, das Barfußlaufen liebt und echte Entschleunigung sucht, hat mit dieser verborgenen Kvarner-Perle sein nächstes Traumziel gefunden.

Sehr schöne Gegend.