Monster-Fisch in den Paška Vrata bei Pag: Ein seltener 20-Kilo-Fang, der Angelgeschichte schreibt

Jeder Angler kennt dieses Gefühl: Der Tag neigt sich dem Ende zu, die Sonne steht tief am Horizont, und eigentlich hat man die Hoffnung auf den großen Fang schon fast aufgegeben. Doch dann entscheidet man sich für diesen allerletzten Wurf – und plötzlich wird aus einem mäßigen Angeltag ein unvergessliches Erlebnis. Genau das passierte dem bekannten kroatischen Sportfischer Marin Budanović in der Meerenge von Pag (Paška Vrata).

Wenn es anfangs so gar nicht laufen will…

Marin Budanović ist in der Angelszene kein Unbekannter und hat bei zahlreichen Sportfischer-Wettbewerben schon so manche Medaille abgeräumt. Doch an diesem Tag im Velebit-Kanal sah es zunächst ganz und gar nicht nach einem Triumph aus. Sein eigentliches Ziel war die Zahnbrasse (Dentex), aber das Glück war einfach nicht auf seiner Seite.

„Ich habe alles Mögliche ausprobiert, aber es war offensichtlich nicht mein Tag. Ich verlor langsam die Hoffnung und beschloss, nach Hause zu fahren“, erzählte Marin. Doch wie es das Schicksal so wollte, hatte er noch genau einen Kalmar (Lignja) als Köder übrig. Er montierte ihn auf eine Zoka (ein spezielles Bleikopfsystem) und ließ ihn in den Paška Vrata auf 42 Meter Tiefe hinab. Ein letzter Versuch in der Dämmerung – getreu dem Motto: Mal sehen, was passiert.

Der letzte Köder bringt den Monster-Drill

Kaum sank das System Richtung Meeresgrund, während die Sonne sich langsam gen Westen verabschiedete, gab es den ersehnten Einschlag! Was folgte, war ein kräftezehrender Kampf.

„Der Drill dauerte etwa zehn Minuten, aber mir kam es wie eine Ewigkeit vor“, erinnert sich der erfahrene Angler. Bis zum allerletzten Moment, als der riesige Fisch die Wasseroberfläche durchbrach, war Marin fest davon überzeugt, eine kapitale Bernsteinmakrele am Haken zu haben.

Doch als der Schatten aus der Tiefe auftauchte, war die Überraschung perfekt: Es war keine Bernsteinmakrele, sondern ein riesiger Adlerfisch! Die Waage zeigte später beeindruckende 19,5 Kilogramm – ein absoluter Traumfisch und ein seltener Gast in diesen Dimensionen.

Die Ausrüstung des Profis

Für alle Tackle-Nerds unter uns, hier ist das Setup, das Marin half, diesen Giganten sicher ins Boot zu bringen:

  • Rute: SavageGear Offshore Jigging (2,5 Meter, 50–120 Gramm)
  • Rolle: Penn Battle III 5000
  • Hauptschnur: Geflochtene (0,27 mm)
  • Shock Leader: 0,57 mm
  • Vorfach: Seguar FXR (0,66 mm)

Das Gerät hat im entscheidenden Moment perfekt gehalten und Marin bewiesen, dass man sich auf gutes Werkzeug verlassen muss, wenn der Ausnahmefisch einsteigt.

Gib niemals auf!

Die Geschichte von Marin Budanović ist die perfekte Motivation für unseren nächsten Trip ans Wasser. Sie zeigt uns, dass man die Rute wirklich erst einpacken sollte, wenn der letzte Köder im Wasser war. Wir gratulieren Marin herzlich zu diesem spektakulären kapitalen Fang – ein echtes Highlight des noch so kurzen Angeljahres!

(Basierend auf einem Bericht von Zadarski list)

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