Wer auf der Suche nach einem echten Geheimtipp für den nächsten Kroatien-Urlaub ist, sollte sich diesen Namen merken: Lubenice. Es ist ein Ort, an dem eine geradezu himmlische Ruhe herrscht, an dem nur noch eine Handvoll Menschen leben und der hoch oben auf einer Klippe über einem der schönsten Strände der Welt thront.
Was macht dieses abgelegene Bergdorf auf der Insel Cres so besonders? Ich habe die Details für euch zusammengefasst.
Ein Dorf zwischen Himmel und Meer
Lubenice liegt auf spektakulären 378 Metern Höhe auf einem steil abfallenden Felsen an der Westküste der Kvarner-Insel Cres. Wenn man an der Kante steht und hinunterblickt, raubt einem die Aussicht auf die tiefblaue Adria sprichwörtlich den Atem.
Die Geschichte der Siedlung reicht unglaubliche 4.000 Jahre zurück. Früher war der Ort wegen seiner perfekten strategischen Aussicht wichtig, heute ist das autofreie Dorf im Winter fast verlassen – offizielle Schätzungen gehen von nur noch zwei bis acht dauerhaften Einwohnern aus! Wer durch die engen, gepflasterten Gassen spaziert, vorbei an den jahrhundertealten mittelalterlichen Steinhäusern, fühlt sich wie auf einer Zeitreise.
Kurios: Für die wenigen Einwohner gibt es ganze sechs historische Kirchen. Wer sich für die Traditionen der Insel interessiert, sollte zudem einen Blick in das kleine Schafzucht-Museum des Ortes werfen, denn die Wolle der Creser Schafe war einst ein ungemein wichtiges Handelsgut.
Sveti Ivan – Ein Strand wie aus dem Bilderbuch
Was Lubenice aber vor allem zu einem echten Besuchermagneten für Abenteurer und Naturliebhaber macht, liegt knapp 400 Höhenmeter tiefer: Der Strand Sveti Ivan (St. Johann).
Versteckt in einer einsamen Bucht, besticht er durch schneeweiße, feine Kieselsteine und kristallklares, türkisblaues Wasser. Sogar die deutsche Bild-Zeitung listete diese Bucht einst auf Platz 15 der 40 schönsten Strände weltweit. Hier gibt es keinen Massentourismus, keinen Lärm und keine Strandbars – nur du, das Meer und die wilde Natur.

Der Weg ins Paradies muss erarbeitet werden
Doch dieses kleine Stück Paradies hat seinen Preis. Um zum Strand Sveti Ivan zu gelangen, muss man entweder ein Boot nehmen oder gut zu Fuß sein.
Von Lubenice aus führt ein schmaler, steiler und steiniger Wanderweg hinab an die Küste. Der Abstieg dauert etwa 45 bis 60 Minuten. Unten angekommen, ist die Erfrischung im kühlen Nass eine Wohltat. Aber Vorsicht: Man muss denselben Weg auch wieder hinauf! Für den schweißtreibenden Aufstieg sollte man deutlich mehr Zeit und Kraft einplanen.
Wichtige Tipps für den Strandbesuch:
- Keine Infrastruktur: Es gibt unten keine Toiletten, keine Kioske und kaum natürlichen Schatten.
- Gut packen: Unbedingt ausreichend Wasser, Proviant und Sonnenschutz mitbringen!
- Richtiges Schuhwerk: Bitte nicht in Flip-Flops wandern. Feste Schuhe sind für den steilen Klippenweg ein Muss.
- Bootstouren: Wer nicht wandern möchte, kann sich in den benachbarten Orten (wie Cres-Stadt oder Valun) ein Taxiboot mieten.
Tipp: Die Blaue Grotte (Plava Grota)
Wer den Weg mit dem Boot wählt oder sich unten am Strand aufhält, sollte unbedingt noch einen Abstecher in die nahegelegene Bucht zur Plava Grota machen. In diese Meereshöhle kann man hineinschwimmen. Wenn das Sonnenlicht im richtigen Winkel einfällt, erstrahlt das Wasser in der Grotte in einem fast unwirklichen, leuchtenden Blauton – ein absolut magisches Erlebnis.
Lubenice ist nichts für Fans von lauten Beach-Clubs und Pauschalurlaub. Es ist ein Ort für Entdecker, Naturfreunde und Romantiker. Wer die Anstrengung des Wanderwegs auf sich nimmt oder einfach nur oben an der Klippe bei einem Glas Wein den unvergleichlichen Sonnenuntergang genießt, wird mit Erinnerungen belohnt, die für immer bleiben.
