Die kroatische Insel Pag ist weltberühmt für ihre raue, mondartige Landschaft und den exquisiten Pager Käse (Paški sir), der aus der Milch der heimischen Schafe gewonnen wird. Doch diese idyllische Tradition gerät aktuell massiv in Gefahr. In der Gemeinde Kolan spielen sich zunehmend dramatische Szenen ab: Schakale haben die Insel erobert und bedrohen die Existenz der lokalen Schafzüchter. Nun greift die Gemeinde zu einer drastischen Maßnahme.
Ein “Schwedenbuffet” ohne natürliche Feinde
In den vergangenen Jahren hat sich die Population der Schakale auf der Insel unkontrolliert ausgebreitet. Das Resultat ist verheerend: Hunderte von Schafen und anderen Nutztieren sind den Raubtieren bereits zum Opfer gefallen.
Das größte Problem an der Situation ist das Fehlen natürlicher Feinde auf der Insel. Wie der zuständige Bürgermeister es treffend formulierte, haben die Schakale auf Pag praktisch ein „Schwedenbuffet“ vorgefunden. Für die traditionellen Landwirte und Züchter, deren Lebensunterhalt direkt von ihren Herden abhängt, ist dies eine existenzbedrohende Katastrophe.
Die Lösung der Gemeinde: 1.000 Euro Abschussprämie
Um dem massiven Schäfesterben ein Ende zu bereiten, hat die Gemeindeverwaltung von Kolan beschlossen, harte Geschütze aufzufahren. Um lokale Jäger zu motivieren, bei der Regulation der Schakal-Population zu helfen, wurde eine beispiellose Prämie eingeführt: Für jeden erlegten Schakal winkt den Jägern ab sofort eine Belohnung von 1.000 Euro.
Dieser finanzielle Anreiz soll den hohen zeitlichen und logistischen Aufwand der Jäger entschädigen und gleichzeitig garantieren, dass das Problem schnellstmöglich eingedämmt wird, bevor weitere landwirtschaftliche Betriebe aufgeben müssen.
Mit High-Tech auf der Pirsch
Schakale gelten als extrem scheu, anpassungsfähig und intelligent. Um sie in dem unwegsamen Gelände von Pag aufspüren zu können, verlässt man sich in Kolan nicht mehr nur auf das klassische Jagdhandwerk. Die Gemeinde setzt massiv auf moderne Technik: Drohnen und strategisch platzierte Überwachungskameras kommen zum Einsatz, um die Laufwege, Verstecke und Gewohnheiten der Rudel systematisch zu analysieren. Dieses Tracking soll den Jägern den entscheidenden Vorteil verschaffen.
Ein Wettlauf gegen die Zeit
Der Schritt der Gemeinde Kolan verdeutlicht, wie ernst die Lage vor Ort ist. Ohne ein schnelles Eingreifen steht nicht nur das Leben hunderter Weidetiere auf dem Spiel, sondern auch ein wichtiges Stück kroatischer Kultur- und Landwirtschaftsgeschichte. Es bleibt abzuwarten, ob die Kombination aus High-Tech und der hohen Prämie ausreicht, um die Insel Pag wieder zu einem sicheren Ort für ihre berühmten Schafe zu machen.
Was sagst du zu diesem Thema? Findest du solch hohe Abschussprämien gerechtfertigt, um die Existenz der Bauern zu schützen, oder siehst du das Eingreifen in die Natur kritisch? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

Ich finde es richtig, daß die Schakale zum Abschuss freigegeben werden und als Anreiz sogar ein hohes Kopfgeld ausgesetzt wird. Im Hinblick auf die Existenz der Inselbewohner, soll das Motto gelten “Nutztier vor Wildtier”, sonst ist vlt unser allseits beliebter Käse von der Insel Pag in Gefahr.
Liebe Grüße Conni