Dalmatinischer Trotz gegen Weltmacht: Wie ein kroatischer Fischer die USA so richtig zur Kasse bat!

Stellt euch vor: Ihr seid ein hart arbeitender Fischer an der traumhaften Küste Dalmatiens. Ihr werft eure Netze aus, erwartet einen soliden Fang – und zieht stattdessen ein streng geheimes Hightech-Gerät der NASA aus dem Wasser! Klingt wie das Drehbuch für eine absurde Hollywood-Komödie? Genau das ist dem Fischer Darko Kunac (Spitzname: Bigava) aus dem Küstenort Podgora passiert. Und wie er mit der Situation umging, ist in Kroatien längst eine Legende.

Der mysteriöse Fang vor Mljet

Wir schreiben den Januar 2020. Darko Kunac fischt mit seinem Trawler „Mario II“ im tiefblauen Wasser vor der Insel Mljet. In rund 140 Metern Tiefe verfängt sich plötzlich etwas Gewaltiges in seinem Netz. Als die Crew den Fang mit viel Mühe an Bord hievt, liegt auf den Planken kein kapitaler Fisch, sondern ein mysteriöses, gut 100 Kilogramm schweres, orangefarbenes Ungetüm voller Elektronik, Kabel und Ketten.

Das Skurrilste an diesem Fund? Das vermeintliche James-Bond-Gadget trug keinerlei offizielle militärische oder wissenschaftliche Abzeichen, dafür aber gut sichtbare Versandetiketten von DHL (Route: Zagreb nach Rijeka)! Wie sich dank der Recherchen des Portals Morski.hr bald herausstellte, handelte es sich bei dem Klotz um ein hochkomplexes Unterwasser-Mess- und Kommunikationsinstrument der US-Raumfahrtbehörde NASA.

Foto: Darko Kunac/ morski.hr / AI

Die USA fordern ihr Spielzeug zurück – doch der Fischer streikt

Natürlich dauerte es nicht lange, bis die Amerikaner merkten, dass ihr teures Spielzeug abhandengekommen war. Sie machten den Fischer ausfindig und forderten die rasche Rückgabe des Geräts. Doch da hatten sie die Rechnung ohne den berühmten „Dalmatinski dišpet“ (den dalmatinischen Trotz) gemacht!

Das massive NASA-Gerät hatte nämlich Darkos kostbare Fischernetze völlig zerrissen und ihm darüber hinaus wertvolle Arbeitstage auf See geraubt. Für den Fischer aus Podgora war die Sachlage sonnenklar: Keine Entschädigung, kein NASA-Gerät! Die Amerikaner konnten sich auf den Kopf stellen, Darko gab das Gerät nicht heraus, bis sein Schaden beglichen war.

Mit einem Satz, der heute absoluten Kultstatus genießt, machte er den Vertretern der Supermacht seinen Standpunkt klar:

“Ich habe ihnen gesagt, dass ich kroatischer Staatsbürger bin und kein Pirat aus Somalia. Ich respektiere euer Land, aber respektiert auch ihr mein Netz!”

Ende gut, alles gut

Letztendlich mussten sich die Amerikaner den Verhandlungs-Skills des Fischers beugen und den Schaden am Netz bezahlen, bevor sie ihr Gerät zurückbekamen. Darko hingegen nahm die ganze Angelegenheit mit grandiosem Humor: Sein mühsam geflicktes Netz taufte er liebevoll auf den Namen „Amerikanka“ (Die Amerikanerin). Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, ging er danach in einem T-Shirt mit US-Flagge und großem NASA-Schriftzug auf Fischfang. Er wusste eben ganz genau, wie man eine Supermacht charmant auf die Schippe nimmt.

Ein mysteriöser Nachschlag: Ganz so lustig fanden es „gewisse Kreise“ auf der anderen Seite des Atlantiks dann wohl doch nicht. Kurz nachdem das kroatische Portal Morski.hr diese glorreiche David-gegen-Goliath-Geschichte veröffentlichte, wurde deren Website Ziel eines massiven Hackerangriffs aus Nordamerika. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Fazit:
Die Geschichte von Darko Kunac beweist eindrucksvoll: Leg dich niemals mit einem dalmatinischen Fischer und seinem Netz an. Denn wenn der Dišpet erst einmal geweckt ist, hilft dir auch das größte Raumfahrt-Budget der Welt nicht mehr weiter!

Foto: Darko Kunac/ morski.hr / AI

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