Nach einer Recherche von Zadarski List
In der Küstenortschaft Drage, Teil der kroatischen Gemeinde Pakoštane, verzeichnen die Behörden eine zunehmende Zahl an ungenehmigten Bauprojekten. Insbesondere die Errichtung illegaler Campingplätze und das Aufstellen von Mobilheimen ohne entsprechende Genehmigungen stellen die lokale Raumordnung vor erhebliche Herausforderungen. Nach Medienberichten greifen die zuständigen Aufsichtsbehörden nun zu konkreten Gegenmaßnahmen.
Wie die regionale Tageszeitung Zadarski list berichtet, vollzieht sich in Drage derzeit eine bauliche Entwicklung, die nicht mit den geltenden Bebauungsplänen übereinstimmt. Eine Überprüfung über das kroatische Informationssystem für Raumordnung (ISPU) zeigt, dass für eine Vielzahl der neu entstandenen Unterkünfte und Parzellierungen keine gültigen Baugenehmigungen vorliegen.
Staatliches Inspektorat leitet Verfahren ein
Der Fall hat mittlerweile die übergeordneten Behörden auf den Plan gerufen. Nach Hinweisen von Zadarski list auf 15 konkrete, verdächtige Parzellen hat das Staatliche Inspektorat (DIRH) erste Schritte eingeleitet:
- Versiegelung von Anlagen: Im Ortsteil Žakanj (Straße Brune Bušića) wurde ein neu angelegter Campingplatz von der Bauinspektion offiziell versiegelt. Es wird vermutet, dass die Anlage von einem Immobilienunternehmen ohne die erforderlichen Papiere betrieben werden sollte.
- Strafen und Sanktionen: Gegen die Verantwortlichen wird nun konsequent vorgegangen. Das Inspektorat hat bereits drei Geldstrafen verhängt, da illegale Bauten nicht innerhalb der behördlich angeordneten Fristen zurückgebaut wurden.
- Laufende Ermittlungen: Gegen mehrere Investoren laufen derzeit offizielle Verwaltungs- und Ordnungswidrigkeitsverfahren.
Gemeinde setzt Drohnentechnik zur Bestandserfassung ein
Auch auf kommunaler Ebene wird auf die Situation reagiert. Der Vertreter der Gemeinde, Milivoj Kurtov, wies darauf hin, dass einige Investoren fälschlicherweise behaupten würden, die notwendigen Genehmigungsanträge bereits eingereicht zu haben – diese seien in den offiziellen Systemen jedoch nicht auffindbar.
Um sich einen vollständigen und gerichtsverwertbaren Überblick über das Ausmaß der illegalen Bebauung zu verschaffen, setzt die Gemeinde Pakoštane nun auf technische Unterstützung. Die Verwaltung hat einen professionellen Drohnenflug in Auftrag gegeben. Die Luftaufnahmen sollen den aktuellen Ist-Zustand des Geländes lückenlos dokumentieren und als Grundlage für die Wiederherstellung der rechtmäßigen Raumordnung dienen.

Die Entwicklungen in Drage verdeutlichen die administrativen Herausforderungen, die mit einem schnellen touristischen Wachstum einhergehen. Der aktuelle Fall zeigt jedoch auch, dass die kroatischen Behörden auf lokaler und staatlicher Ebene zunehmend strukturierter zusammenarbeiten, um Baurecht durchzusetzen und eine unkontrollierte Zersiedelung der Küstenregionen zu unterbinden. Es bleibt abzuwarten, wie schnell die eingeleiteten rechtlichen Schritte zu einem tatsächlichen Rückbau der illegalen Anlagen führen werden.
*** (Quelle: Zusammenfassung der Berichterstattung von Zadarski list)

Ich kenne seit Jahren diese Region. Alleine die neue Marina in der Drage Bucht ist der reine Wahnsinn. Der ganze Ort hat sein komplettes Flair verloren. Dieses Projekt wurde noch schnell vor dem EU Beitritt von den örtlichen Behörden duchgezogen. Denn so schnell findet man keinen deutschen Investor, der alle glücklich macht.