Wer in Split nach einem Parkplatz sucht, braucht normalerweise starke Nerven und viel Geduld. Doch wer derzeit am Stari plac vorbeifährt, traut seinen Augen kaum: Wo eigentlich reger Betrieb herrschen sollte, herrscht Totenstille. Der Grund dafür ist eine drastische Entscheidung der Stadtverwaltung, die nun für leere Flächen und volle Seitenstraßen sorgt.
Schock-Tarif: Erste Stunde kostet jetzt das Doppelte
Im Winter kostet die erste Parkstunde nun 2 Euro, zuvor waren es 1 Euro. Der Preis für die erste Stunde hat sich somit verdoppelt. Jede weitere Stunde kostet nun 3 Euro, wodurch ein Aufenthalt im Zentrum schnell deutlich teurer wird.
Für die Sommermonate ist eine noch größere Preiserhöhung geplant. Vom 1. Mai bis zum 30. September soll die erste Parkstunde 4 Euro und jede weitere Stunde 5 Euro kosten. Deshalb fragen sich viele bereits, ob die derzeitige Leere des Parkplatzes anhalten wird, wenn der Besucherandrang zunimmt, oder ob die Touristensaison den Parkplatz wieder füllen wird.
Diese drastische Erhöhung hat unmittelbare Folgen. Die aktuelle Fotogalerie von Dalmacija Danas zeigt ein bizarres Bild: Eine riesige, asphaltierte Fläche im Herzen der Stadt, die fast vollständig leer steht.
Die Hoffnung liegt auf dem Sommer
Trotz der aktuellen Leere sind sich Experten und Beobachter jedoch einig: Dieser Zustand ist wohl nur eine Momentaufnahme. Man geht fest davon aus, dass der Parkplatz im Sommer wieder komplett besetzt sein wird.
Sobald die touristische Hauptsaison beginnt, wird der Parkdruck in der Stadt so gewaltig, dass Besucher die hohen Tarife wohl zähneknirschend akzeptieren werden, um überhaupt einen Platz in Altstadtnähe zu finden. Die neue Preispolitik scheint also primär auf die zahlungskräftige Kundschaft der Sommermonate abzuzielen.
Werden die Bürger verdrängt?
Die aktuelle Situation am Stari plac wirft kritische Fragen auf. Wenn die Preise so hoch angesetzt werden, dass die Infrastruktur für die eigene Bevölkerung unbezahlbar wird, geht der Schuss nach hinten los. Das Ergebnis ist eine Verlagerung des Problems in die Wohngebiete.
Was sagt ihr dazu? Ist eine Verdopplung der Parkpreise ein legitimes Mittel zur Verkehrssteuerung oder wird hier öffentlicher Raum zur reinen Einnahmequelle auf Kosten der Lebensqualität?
Diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Basierend auf dem Bericht von Dalmacija Danas.
