Kroatien-Urlaub ohne Mega-Stau? Wann der Knotenpunkt Šmrika endlich ausgebaut wird!

Wer schon einmal im Sommer auf die Insel Krk oder weiter in Richtung Crikvenica gefahren ist, kennt es mit großer Wahrscheinlichkeit: das berüchtigte Nadelöhr am Knotenpunkt Šmrika (Čvor Šmrika). Wenn die Temperaturen steigen und die Urlaubssaison beginnt, verwandelt sich diese Kreuzung regelmäßig in eine Geduldsprobe für Autofahrer. Kilometerlange Staus von bis zu 15 Kilometern sind keine Seltenheit.

Doch nun gibt es Neuigkeiten! Ein aktueller Bericht von Novi list und die Pläne der Straßenbetreibergesellschaft Hrvatske ceste geben Aufschluss darüber, wie und vor allem wann dieses Nadelöhr endlich entschärft werden soll. Wir haben uns die Details für euch genauer angesehen.

Warum ist Šmrika ein solcher Flaschenhals?

Das Problem am Knotenpunkt Šmrika ist seine geografische und verkehrstechnische Lage. Hier treffen gleich drei stark frequentierte Hauptverkehrsadern aufeinander:

  • Die Autobahn A7 (die Umfahrungsstraße von Rijeka)
  • Die Jadranska Magistrala (D8) (die adriatische Küstenstraße in Richtung Crikvenica/Senj)
  • Die Staatsstraße D102, die direkt zur Krk-Brücke und damit auf die größte Insel Kroatiens führt.

Die derzeitige Verkehrsführung mit dem alten Kreuzungs- und Rampensystem ist dem enormen Verkehrsaufkommen der modernen Touristenströme einfach nicht mehr gewachsen.

Die Lösung: Wie sieht der Umbauplan aus?

Um den Verkehr in Zukunft fließen zu lassen, hat Hrvatske ceste ein umfangreiches Rekonstruktionsprojekt ausgearbeitet. Hier sind die wichtigsten Punkte des Umbaus:

  1. Neue Kreisverkehre: Auf der Jadranska Magistrala (D8) sind zwei neue Kreisverkehre (mit einem Durchmesser von 25 Metern) geplant. Diese sollen den Verkehr besser verteilen und in Richtung Autobahn sowie zur Insel Krk leiten.
  2. Direkter “Bypass”: Um den südlichen Kreisverkehr zu entlasten, wird für den Verkehr, der aus Richtung Crikvenica kommt, eine direkte Bypass-Spur zur Autobahn A7 gebaut. Das bedeutet: Wer aus dem Süden kommt und auf die Autobahn möchte, muss gar nicht erst in den Kreisverkehr einfahren!
  3. Anpassung der Strecken: Teile der A7 (ca. 180 Meter) und der D102 (ca. 223 Meter) werden komplett neu trassiert und an das neue System angepasst.
  4. Sicherheit geht vor: Im Kreuzungsbereich wird die Geschwindigkeit auf 40 bis 60 km/h reduziert, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Zudem wird die Durchfahrt für große Lkw (bis 16,5 Meter Länge) in alle Richtungen problemlos möglich sein.

Wann wird das Nadelöhr endlich beseitigt?

Die wichtigste Frage für alle Urlauber und Anwohner: Wann ist es endlich fertig?

Obwohl das Projekt in der Vergangenheit immer wieder als “dringend” eingestuft wurde, kam es zu Verzögerungen. Nach den neuesten Informationen laufen die administrativen Vorbereitungen und die Einholung der Baugenehmigungen jedoch auf Hochtouren. Sobald der Startschuss für die Bauarbeiten fällt, wird die reine Bauzeit auf etwa 12 Monate geschätzt.

Was bedeutet das für den nächsten Urlaub? Auch wenn das Licht am Ende des Tunnels (bzw. der Brücke) deutlich sichtbar ist: Für die anstehende touristische Hochsaison müssen wir uns wohl noch einmal mit dem alten System arrangieren. Das Nadelöhr bleibt uns voraussichtlich noch einen Sommer lang erhalten, bevor die Baumaschinen anrollen und dem Stau-Chaos ein für alle Mal ein Ende bereiten.

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