Heldenhafter Einsatz bei Rab: Rettungsmission bei 234 km/h Orkanböen!

Was die Mitarbeiter der Hafenmeisterei Rab (Lučka kapetanija Rab) am Morgen des 1. April geleistet haben, verschiebt die Grenzen dessen, was man auf offener See für möglich hält. Bei absolut extremen Wetterbedingungen und Bura mit Orkanstärke, riskierten sie ihr eigenes Leben, um das einer Patientin zu retten.

Ein Wettlauf gegen die Zeit und das Wetter

Wie aus einem eindrucksvollen Bericht des lokalen Senders Radio Rab hervorgeht, begann der dramatische Einsatz bereits tief in der Nacht. Um 04:30 Uhr morgens liefen die Notfallketten an. Es galt, einen dringenden medizinischen Transport auf dem Seeweg zu organisieren. Wegen des wütenden Sturms nahm die genaue Einsatzplanung und die Bestimmung eines sicheren Zielhafens etwas Zeit in Anspruch.

Das anvisierte Ziel: Der Hafen von Lun auf der benachbarten Insel Pag.

Gegen eine Wand aus Wind: Auslaufen bei 234 km/h

Um 06:05 Uhr hieß es schließlich “Leinen los”. Die Crew lief mit dem Schnellboot der Hafenmeisterei in die dunkle, aufgewühlte Adria aus. Was sie dort draußen erwartete, war eine orkanartige Bura der absoluten Extremstufe. Messungen am Boot ergaben zu diesem Zeitpunkt Windgeschwindigkeiten von 65 Metern pro Sekunde – das entspricht unfassbaren 234 km/h!

Dass bei solch apokalyptischen Bedingungen überhaupt an eine Überfahrt zu denken ist, zeugt von der herausragenden seemännischen Erfahrung, einem fantastischen Boot und dem Mut der Besatzung.

Der Einsatz im Überblick

Hier sind die beeindruckenden Fakten dieser nächtlichen Rettungsaktion:

  • Einsatzteam: Hafenmeisterei Rab (Lučka kapetanija Rab)
  • Zielhafen: Lun (Insel Pag)
  • Windgeschwindigkeit: 65 m/s bzw. 234 km/h (orkanartige Bura)
  • Start der Koordinierung: 04:30 Uhr
  • Auslaufen in Rab: 06:05 Uhr
  • Erfolgreiche Rückkehr: 07:20 Uhr

“Malo je reći, svaka čast!”

Allen Naturgewalten zum Trotz gelang es der Crew, die Patientin sicher über das tobende Meer in den Hafen von Lun zu navigieren und an die dortigen Rettungskräfte zu übergeben. Nach dem erfolgreichen Transport kämpfte sich das Team zurück durch den Sturm und konnte das Boot um 07:20 Uhr wieder unbeschadet in der heimatlichen Luka Rab festmachen.

Radio Rab beendete seinen Bericht mit den passenden Worten: “Malo je reći, svaka čast!” – was übersetzt so viel bedeutet wie: Es ist eine Untertreibung zu sagen: Alle Achtung!

Dem können wir uns nur voll und ganz anschließen. Ein riesiges Dankeschön und allergrößter Respekt an diese wahren Helden, die ohne zu zögern alles geben, um anderen in höchster Not beizustehen.

4 Kommentare
  1. Da schließe ich mich an. Es ist beeindruckend mit welch widrigen Bedingungen diese Experten zurecht kommen. Herzliche Gratulation an alle Beteiligten – und gute Besserung der Patientin, die auch glücklich sein wird, dass es diese Aktion gegeben hat. Ein Freizeitkapitän wie ich fährt bei Beaufort 6 schon nicht mehr raus aus dem sicheren Hafen. Zum Glück gibt es diese Spezialisten, die den Mut und auch die Expertise haben solche Einsätze zu meistern.

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