Die Seegurke – unterschätzter Held der Adria: Warum dieser „Staubsauger“ unser blaues Wunder rettet!

Wenn wir abtauchen, suchen alle nach den großen Fischschwärmen, den eleganten Rochen oder vielleicht einem Oktopus, der Verstecken spielt.
Aber unten im Sand liegt ein Tier, der den ganzen Laden eigentlich erst am Laufen hält – unsere Seegurke.
Klar, sie sieht auf den ersten Blick aus wie eine ungustiöse Wurst auf dem Meeresgrund, manche denken beim Anblick sogar an Fäkalien!

Aber weit gefehlt: die Seegurke ist nicht einfach nur „da“ – sie ist der wichtigste Facility Manager, den wir unter Wasser haben:

  • Filter-Profi: Sie schaufelt den ganzen Tag Sand und organische Abfälle in sich hinein.
  • Bio-Recycling: Sie reinigt den Boden von Algenresten und Detritus.
  • Sand-Veredelung: Was hinten rauskommt, ist sauberer, gefilterter Sand. Ohne diese Jungs würde unser schöner Meeresboden schlichtweg ersticken.


Ein echter Überlebenskünstler:
Wusstet ihr, dass einige Arten der Seegurke eine der krassesten Verteidigungsstrategien der Natur hat?
Wenn ihr ein Raubfisch zu nahe kommt, schießt sie ihre klebrigen Innereien (die Cuvierschen Schläuche) raus. Der Angreifer verheddert sich, und die Seegurke chillt weiter. Die Organe wachsen einfach nach.

In den letzten Jahren haben es einige Leute auf unsere „Trp“ (so nennen wir sie in Kroatien) abgesehen.
Warum? Weil sie auf dem asiatischen Markt als Delikatesse oder Potenzmittel für horrende Summen verkauft werden.
In Kroatien ist jedoch klar: Illegale Fischerei auf Seegurken ist kein Kavaliersdelikt, sondern Sabotage am Ökosystem.

Wenn ihr das nächste Mal schnorchelnd über den Sand gleitet, schenkt dem „Staubsauger“ einen respektvollen Blick.
Fasst sie nicht an, hebt sie nicht hoch für ein vergängliches Foto – lasst sie einfach ihren Job machen.
Sie sorgt dafür, dass die Adria so blau bleibt, wie wir sie lieben.

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