Wenn es regnet und der Himmel wolkenverhangen ist oder die Bura durch die Gassen pfeift, fallen viele Küstenorte in einen tiefen Dornröschenschlaf.
Nicht so in Zaton bei Šibenik!
Dank einer jungen Frau namens Martina Ševerdija ist in diesem Winter Schluss mit der berüchtigten „Fjaka“-Lethargie. Die Studentin hatte eine simple, aber brillante Idee: Wenn die Touristen weg sind, machen wir es uns eben selbst gemütlich – und zwar mit Köpfchen!
Ein Dorf, ein Barbesitzer und jede Menge Fragen
Martina wollte nicht einfach nur zusehen, wie ihr Heimatort im Winter verstummt. Sie schnappte sich das Konzept des Pub-Quizzes und brachte es direkt in die lokale Bar zu Kristijan, der sofort Feuer und Flamme war. Das Ergebnis? Ein voller Erfolg!
Schon beim ersten Quiz im Dezember platzte die Location aus allen Nähten. Es geht dabei um viel mehr als nur darum, zu wissen, welcher Fluss der längste ist oder wer 1984 den ESC gewonnen hat. Es geht um das „Zajedništvo“ – das Miteinander.
Warum Zaton jetzt „Seele“ zeigt
In einer Zeit, in der immer mehr Ferienhäuser und Apartments aus dem Boden schießen, droht der wahre Kern kleiner Orte oft verloren zu gehen. Martina bringt es im Interview auf den Punkt: „Ein Ort muss eine Seele haben.“ Während im Sommer die traditionellen Spiele wie Eselrennen oder Eierlaufen die Massen begeistern, sind es nun die kniffligen Fragen und das gemeinsame Lachen bei einem Glas Wein, die die Gemeinschaft zusammenschweißen.
Mein Fazit: Mut zur Initiative!
Was wir von Martina lernen können? Man braucht keine Millionen-Budgets, um einen Ort zum Leben zu erwecken. Ein bisschen Mut, ein Laptop für die Fragen und eine Gemeinschaft, die Lust auf Unterhaltung hat, reichen völlig aus.
Zaton beweist: Der Winter an der Küste muss nicht grau sein. Er kann bunt, laut und verdammt schlau sein!
