Die kleine Insel Fratarski otok ist ein Sommer-Zufluchtsort für die Einwohner von Pula:
eine kleine, mit Kiefern bewachsene Insel mit einem Naturstrand, einem einfachen Campingplatz, und einem “typisch kroatischen Buffet”.
Da die Insel nur rund 150 Meter vom Festland entfernt ist, kann man sie leicht erreichen – schwimmend, mit dem Boot oder auch mit einer Luftmatratze! Seit Jahrzehnten verbringen hier die Einheimischen ihre freien Stunden im Sommer – etwas abgelegen von den überfüllten Tourismuspfaden.
Doch diese Idylle steht jetzt auf dem Spiel – ein aktueller Bericht von Istra24 lässt die Alarmglocken schrillen:
Die Bürger von Pula formieren sich zum Widerstand, denn ihrem „Wohnzimmer im Meer“ droht die Kommerzialisierung.
Die neue Ausschreibung für die Bewirtschaftung der Insel riecht verdächtig nach Profitmaximierung statt nach Gemeinwohl.
Bisher war vom Betreiber des kleinen Buffet eine Konzession von 2.500 Euro jährlich zu entrichten, heuer will die Stadtverwaltung plötzlich 50.000 Euro dafür!
Was bisher ein erschwinglicher Rückzugsort für Arbeiterfamilien, Kinder und Individualisten war, könnte bald zum nächsten Spielplatz für zahlungskräftige „Glamping“-Touristen werden.
Womit man anscheinend nicht gerechnet hat ist der massive Widerstand der Bürger von Pula:
„Fratarski gehört uns!“ – Ein Signal gegen den Ausverkauf”
Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Gemeinschaft reagiert. Es geht hier nicht nur um ein paar Camping-Stellplätze. Es geht um die Frage: Wem gehört die Stadt? Wem gehört die Küste?
Die Diskussion ist heiß und eröffnet – auf alle Fälle kann man derzeit eines sagen: ein etwaiger zukünftiger Investor wird auf seinem Weg zum Geld einige Hindernisse zu überwinden haben.

