110 Millionen Übernachtungen – ist der Tourismus in Kroatien am Limit?

Vor wenigen Tagen wurden die aktuellen Zahlen aus dem eVisitor- System veröffentlicht – und die Führungsriege der Kroatischen Touristiker jubelt:
110,1 Millionen Nächtigungen bei 21,8 Millionen Ankünfte im Jahr 2025, damit konnte man im Vergleich zu 2024 erneut um etwa 2% zulegen!

Was die Verantwortlichen jedoch freut, kommt vielerorts nicht so gut an!
Es mehren sich die Stimmen der Menschen – sowohl in den sozialen Medien als auch in den regionalen Tourismusverbänden – die einen weiteren quantitativen Zuwachs im Tourismus durchaus kritisch sehen.

Die Infrastruktur der Küstenregion sei mit der Anzahl der Gäste bereits oft überfordert:
“die Abwasserproblematik, die mangelnden Verkehrsflächen, die medizinische Versorgung in der Saison – die Ansprüche der vielen Menschen in der Hauptsaison ist nicht mehr zufriedenstellend bewältigbar”, so die Meinung vieler Beobachter.

Ins selbe Horn stößt Kapitän Milo Miklaušić, Hafenkapitän und Seerechtsexperte im Ministerium:
“alles deutet darauf hin, dass der Sommer 2026 wieder eine Überlastung der nautischen Einrichtungen mit sich bringen wird. Insbesondere auf den Inseln werden die Buchten und Dorfhafen dem Ansturm der Boote und Yachten ausgeliefert sein. Menschenmassen an den Ankerplätzen, Lärm, unzureichende Infrastruktur und die Einleitung von Schwarz- und Grauwasser werden wieder zum Alltag werden”

Ein wirkliches Regulativ scheint derzeit außer Reichweite zu liegen – Gesetze, die am nautischen Sektor in den letzten Jahren erlassen wurden, regeln zwar das Miteinander, regulieren jedoch nicht den Zustrom.

Es wäre wichtig – sowohl im Sinne der Gäste als auch der Menschen, die hier leben – einen Weg vom Massentourismus weg, hin zu einem hochwertigeren touristischen Angebot zu finden.


Nur die weitere Erhöhung der Besucherzahlen darf kein gesetztes Ziel sein, jetzt geht es darum eine Basis zu schaffen, die in Zukunft einen Tourismus, der alle Beteiligten zufriedenstellt, zu sichern!

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