Gerade haben wir uns an die ersten warmen Sonnenstrahlen gewöhnt, da meldet sich der Winter noch einmal eindrucksvoll zurück. Der kroatische Wetterdienst (DHMZ) hat eine offizielle Sonderwarnung herausgegeben: Ein massiver Wetterumschwung steht uns unmittelbar bevor. Dieser bringt nicht nur einen drastischen Temperatursturz mit sich, sondern hat auch langanhaltenden Schnee und potenzielle Überschwemmungen im Gepäck.
Hier sind die wichtigsten Details aus der aktuellen Prognose, auf die ihr euch einstellen müsst:
Erst noch Frühling, dann der Schock
Noch bis einschließlich Mittwoch, den 25. März 2026, können wir uns über sonnige Abschnitte freuen. Bei einem warmen Südwestwind (Jugo) klettern die Temperaturen mancherorts auf milde 20 °C. Ein perfekter Tag, um noch einmal Sonne zu tanken, bevor das Wetter umschlägt.
Donnerstag (26. März): Der Winter schlägt unerbittlich zu
Doch die Idylle trügt gewaltig. Schon am Donnerstag ändert sich die Wetterlage dramatisch. Aus dem Norden strömt eisige Luft in das Landesinnere, was zu einer spürbaren Abkühlung führt. Begleitet wird die Kälte von einem starken Nord- bis Nordostwind.
Für die Adriaküste bedeutet das konkret: Die gefürchtete Bura kehrt zurück – und zwar mit starken bis orkanartigen Böen!
Starkregen, Flutgefahr und eine dicke Schneedecke
Neben dem Sturm bringt der Wetterumschwung erhebliche Niederschlagsmengen mit sich. Besonders an der Küste und in den westlichen Teilen des Landesinneren ist mit lokal sehr ergiebigem Starkregen zu rechnen. Dadurch steigt die Gefahr von lokalen Sturzfluten und Überschwemmungen erheblich.
Für alle, die in der kroatischen Bergregion (Gorska Hrvatska) unterwegs sind oder dort leben, gilt: Stellt euch auf eine dicke Schneedecke ein! Der Winter zeigt sich hier noch einmal von seiner rauen, ausdauernden Seite.
Wie kommt es zu diesem meteorologischen Extrem?
Die Experten des DHMZ erklären die brisante synoptische Situation wie folgt: Während am Mittwoch ein kurzzeitiger Hochdruckrücken noch für warme Luft aus dem Südwesten sorgt, vertieft sich aus Nordeuropa gleichzeitig ein Trog mit extrem kalten Luftmassen in Richtung Norditalien. In den höheren Atmosphärenschichten bildet sich ein Höhentief, das kalte und instabile Luft staut.
Eine Kaltfront, die zu einem tiefen Zyklon über Skandinavien gehört, erreicht am Mittwoch die Alpen. Das Resultat: Über Norditalien bildet sich ein neues Tiefdruckgebiet, das sich am Donnerstag direkt über die Adria schiebt und bis Freitag (27. März) weiter nach Südosteuropa verlagert. Die dadurch entstehenden extremen Luftdruckunterschiede über Kroatien wirken wie ein Motor für die heftigen Winde.
Unser Fazit und Sicherheitshinweis
Wer in den kommenden Tagen in Kroatien unterwegs ist (oder dorthin reist), sollte seine Pläne unbedingt anpassen. Es herrschen tiefwinterliche Bedingungen in den Bergen, gefährliche Sturmböen an der Küste und viel Regen in den Niederungen.
- Sichert an der Küste lose Gegenstände im Freien.
- Verfolgt die lokalen Wetterwarnungen und passt im Straßenverkehr extrem gut auf (Winterausrüstung!).
- Und vor allem: Holt die dicken Jacken noch einmal aus dem Schrank!
Bleibt sicher und trocken!
