Urlaub in Kroatien 2026: Kommt das Alkoholverbot nach 20 Uhr? Alle Fakten zum neuen Gesetz.

Wer von euch liebt es nicht? Nach einem herrlichen Tag auf dem Wasser, wenn die Sonne langsam hinter den Kornaten untergeht, noch kurz in den kleinen Market an der Riva springen, eine kühle Flasche Wein oder ein Pivo holen und den Abend auf dem Achterdeck oder dem Balkon ausklingen lassen.
Doch genau dieses gewohnte Bild könnte sich in der kommenden Saison 2026 in einigen Regionen ändern.

In Zagreb brodelt die Gerüchteküche, und das kroatische Parlament bereitet aktuell eine weitreichende Änderung des Handelsgesetzes vor.
Wir von der Blog-Redaktion haben für euch genau hingeschaut: Was ist dran am „Alkoholverbot“ und müssen wir uns in Tribunj, Istrien oder Dalmatien Sorgen um unseren Sundowner machen?

Die Fakten: Wer entscheidet was?

Das Wichtigste vorab: Es gibt kein landesweites Verkaufsverbot. Die neue Gesetzesinitiative der Regierung unter Wirtschaftsminister Ante Šušnjar ist vielmehr ein „Ermächtigungsgesetz“.
Das bedeutet: Der Staat gibt den Städten und Gemeinden das Recht, den Verkauf von Alkohol in Geschäften, Kiosken und an Tankstellen zwischen 20:00 Uhr und 06:00 Uhr eigenständig zu verbieten.

Dalmatien macht Ernst – Split als Vorreiter

In den großen Party-Hotspots im Süden weht ein rauerer Wind. Besonders in Split und auf der Insel Pag (Novalja) ist die Geduld am Ende. Hier plant man fest damit, die neuen Befugnisse für den Sommer 2026 voll auszuschöpfen.
Wer in der Altstadt von Split mit einer offenen Flasche erwischt wird, muss schon jetzt mit Bußgeldern von bis zu 300 € rechnen. Ziel ist es, das lautstarke „Vorglühen“ in den historischen Gassen zu beenden.

Istrien bleibt (vorerst) entspannt

Ganz anders sieht die Lage im Norden aus. Die Bürgermeister von Poreč, Rovinj und Novigrad haben sich bereits deutlich positioniert. Für sie ist klar: Man kann den familiären Individualtourismus in Istrien nicht mit den Party-Exzessen in Dalmatien vergleichen.

Loris Peršurić (Poreč) und Marko Paliaga (Rovinj) setzen lieber auf „Kontrolle statt Verbote“. Sie fürchten, dass ein Verkaufsstopp um 20 Uhr vor allem die kleinen Läden in den Zentren schädigen würde, ohne ein echtes Problem zu lösen. In Istrien wird man also vermutlich auch 2026 noch spät abends sein Fläschchen Wein für den privaten Genuss kaufen können.

Was bedeutet das für uns Individualurlauber?

Keine Panik: Das Gesetz richtet sich gegen den exzessiven Konsum in der Öffentlichkeit – nicht gegen den gemütlichen Abend in der Bar oder auf dem eigenen Boot.

  • In der Gastronomie ändert sich nichts: In den Restaurants und Bars könnt ihr weiterhin eure Drinks genießen.
  • Vorausschauend planen: Wenn ihr in Regionen wie Split oder Zadar unterwegs seid, solltet ihr den Proviant für den Abend einfach etwas früher einkaufen.
  • Respekt zeigt Wirkung: Kroatien möchte weg vom „Billig-Sauf-Image“. Wer die Nachtruhe der Anwohner respektiert und seinen Müll mitnimmt, wird auch weiterhin überall herzlich willkommen sein.

Noch ist das Gesetz im parlamentarischen Prozess, aber der Kurs ist klar: Kroatien setzt auf mehr Qualität und weniger Lärm. Wir halten euch hier im Blog natürlich auf dem Laufenden, sobald die finalen Beschlüsse der einzelnen Küstenstädte für die Saison 2026 feststehen.

Wie ist eure Meinung? Findet ihr ein Verkaufsverbot ab 20 Uhr sinnvoll, um die Altstädte zu schützen, oder geht euch das zu weit? Schreibt es uns in die Kommentare!

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