Phänomen an der Adria: jetzt vermehrt Wasserhosen im Winter!

Früher waren sie im Winter seltene Ausnahmen, heute gehören sie fast schon zum gewohnten “Januar-Panorma”:
Pijavice, die teils gefährlichen Wasserhosen, treten in den letzten Jahren immer öfter in den kalten Wintermonaten auf.

Das Wetterportal Šibenik Meteo berichtet aktuell von zahlreichen Sichtungen im Archipel der vorgelagerten Inseln.

Das Rezept für eine Pijavice (oder wenn größer auch Tornado) ist relativ einfach:
man nehme ein zu warmes Meer, und dazu kalte Luft in niedrigen Schichten. Der Temperaturunterschied erzeugt Aufwinde und Rotationen, die sich zu einem sichtbaren Schlauch formen, der dann das Wasser aufwirbelt.

Sa die Adria derzeit mit rund 15°C im Bereich der Inseln zu warm ist, ist nur mehr ein Zufluss kalter Luft nötig – und der ist im Januar und Februar nicht weiter ungewöhnlich.

Am 15.1.2026 wurden mehrere Windhosen im Archipel von Šibenik gesichtet, der Fotograf und Wetterbeobachter Ante Potocki konnte für Šibenik Meteo das Geschehen eindrucksvoll dokumentieren.

Für Nautiker wichtig:
– es ist kein reines Sommerphänomen mehr – Windhosen kommen jetzt vermehrt auch im Winter vor.
– eine Wasserhose, oder ein Tornado kann enorme Kräfte entwickeln, und eine große Gefahr für Besatzung und Boot darstellen.
– bei Gefahr ist eine genaue Wetterbeobachtung unerlässlich

Die Adria verändert sich, und wir müssen unseren Respekt vor der Natur anpassen. Bleibt sicher da draußen!

Fotoquelle: Leser / AI bearbeitet

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