Millionen-Investment in Istrien: Pula und Medulin bauen Radwegenetz massiv aus

Die südistrische Halbinsel steht vor einer bedeutenden infrastrukturellen Aufwertung. Durch eine enge Kooperation zwischen der Stadt Pula und der Gemeinde Medulin wird eine durchgehende, moderne Radverbindung geschaffen. Ziel des Großprojekts ist es, die Mobilität in der Region nachhaltiger zu gestalten und die Sicherheit für Radfahrer auf der vielbefahrenen Strecke Richtung Premantura signifikant zu erhöhen.

Ein strategisches Projekt mit EU-Förderung

Das Gesamtvolumen für diesen Ausbau beläuft sich auf rund 3,82 Millionen Euro. Ein Großteil dieser Summe – etwa 3,25 Millionen Euro (85 %) – wird über den sogenannten ITU-Mechanismus der Europäischen Union finanziert, der gezielt nachhaltige Stadtentwicklung unterstützt. Die verbleibenden Kosten teilen sich die Stadt Pula und die Gemeinde Medulin auf.

Die Eckpunkte der neuen Infrastruktur

Das Projekt umfasst weit mehr als nur den reinen Wegebau. Auf einer Gesamtlänge von etwa 8 Kilometern entsteht eine moderne Verkehrsader für den nicht-motorisierten Verkehr:

  • Raststationen: Entlang der Strecke werden fünf strategisch platzierte Rastplätze errichtet. Diese bieten Radfahrern mit Tischen, Bänken, Überdachungen und Fahrradständern die nötige Infrastruktur für Pausen.
  • Smarte Datenerhebung: Zwei automatische Fahrradzähler werden installiert, um die Nutzung der Wege präzise zu erfassen und künftige Planungen datenbasiert zu optimieren.
  • Service & Sicherheit: Neben einer öffentlichen Servicestation für schnelle Reparaturen sieht das Projekt in Pula auch die Installation einer modernen Geschwindigkeitskamera vor, um den Verkehrsfluss zu beruhigen und die Sicherheit der Radfahrer zu gewährleisten.

Nachhaltigkeit und Tourismus im Einklang

Die neue Verbindung schließt eine Lücke im regionalen Radwegenetz. Bisher mussten sich Radfahrer die schmale und im Sommer hochfrequentierte Hauptstraße mit Autos und Bussen teilen. Mit dem neuen Weg wird eine sichere Verbindung zum Kap Kamenjak geschaffen – einem der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte der Region.

Gleichzeitig leistet das Projekt einen Beitrag zum Umweltschutz: Durch die Förderung des Radverkehrs soll das Verkehrsaufkommen und damit der CO2-Ausstoß im Süden Istriens reduziert werden.

Zeitplan und Ausblick

Während einige Abschnitte (wie im Bereich Šćuza oder Kamik-Volme) bereits Gestalt annehmen oder kurz vor der Vollendung stehen, ist der Abschluss des gesamten strategischen Netzes für den Zeitraum 2026/2027 geplant.

Mit diesem Millionen-Investment positioniert sich Südistrien einmal mehr als Vorreiter für modernen Aktivtourismus und zeigt, wie durch interkommunale Zusammenarbeit und europäische Fördermittel nachhaltige Infrastrukturprojekte realisiert werden können.

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