Kein Bieter in Sicht: Jadrolinija scheitert beim Verkauf der Katamarane „Dubravka“ und „Olea“

Aktuell sorgt eine Nachricht der staatlichen Fährlinie für Aufsehen in der maritimen Szene: Der Versuch, die beiden Katamarane „Dubravka“ und „Olea“ zu verkaufen, ist vorerst krachend gescheitert!

Null Angebote für die Veteranen der Adria

Trotz öffentlicher Ausschreibung ging bei Jadrolinija kein einziges Angebot für die beiden Schiffe ein. Dabei sind die Namen in Dalmatien wohlbekannt. Doch Sympathie allein reicht im harten Charter- und Fährgeschäft eben nicht aus.

Die Eckdaten der Schiffe:

  • „Dubravka“: Baujahr 1991, geforderter Mindestpreis 600.000 Euro.
  • „Olea“: Baujahr 1981, geforderter Mindestpreis 60.000 Euro.

Während die „Dubravka“ mit ihren 35 Jahren fast noch als „junger Gebrauchter“ durchgehen könnte, ist die „Olea“ mit über 45 Dienstjahren ein echter Veteran. Beide Schiffe liegen derzeit in den Werften von Mali Lošinj und Cres und warten auf eine ungewisse Zukunft.

Warum will sie niemand haben?

Für Viele stellt sich die Frage: Warum findet sich kein Käufer? Ein Katamaran für rund 60.000 Euro klingt zunächst nach einem Schnäppchen. Doch der Teufel steckt im Detail:

  1. Wartungsstau & Betriebskosten: Ältere Schnellfähren dieses Typs sind extrem wartungsintensiv. Die Ersatzteilbeschaffung für Motoren aus den 80er und 90er Jahren kann zum Albtraum werden.
  2. Treibstoffverbrauch: In Zeiten strenger Umweltauflagen und hoher Dieselpreise sind die alten Motoren schlichtweg nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben.
  3. Modernisierungsbedarf: Um diese Schiffe wieder für den Passagierverkehr fit zu machen, müssten enorme Summen in die Innenausstattung und die Sicherheitstechnik investiert werden.

Wie geht es weiter?

Jadrolinija steht nun vor einer Entscheidung. Meist folgt auf eine erfolglose Ausschreibung eine zweite Runde mit einem reduzierten Startpreis. Sollte sich auch dann kein privater Investor oder eine kleinere Reederei finden, bleibt oft nur noch der Weg zum Abwracker – ein trauriges Ende für Schiffe, die jahrzehntelang Tausende von Touristen und Einheimischen sicher über das Meer gebracht haben.

Es ist immer schade zu sehen, wenn Klassiker der Adria verschwinden. Aber die Schifffahrt in Kroatien bewegt sich Richtung Zukunft – effizienter, schneller und grüner. Für Bastler oder „Traumtänzer“ sind diese Katamarane aufgrund ihrer Größe und Komplexität leider eine Nummer zu groß.

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