Insel Mana: Filmkulisse, Klippen-Wahnsinn und Adria-Feeling pur

Heute beschreiben wir im BLOG einen Ort, der so unwirklich ist, dass man fast glaubt, man hätte ein Glas Plavac Mali zu viel erwischt. Es geht um Mana – die surreale Filmkulissen-Insel in den Kornaten.

Mana ist nicht einfach nur ein Klumpen Kalkstein im Meer. Die Insel ist berühmt für diese senkrechten Steilwände, die bis zu 70 Meter aus dem tiefblauen Wasser ragen. Wenn ihr dort oben steht, spürt ihr die pure Kraft der Adria. Das ist kein Ort für weiche Knie, das ist Adrenalin pur! Aber das eigentliche Highlight wartet auf dem Gipfel der Insel.

Filmglamour in den Kornaten: Das „falsche“ Dorf:
Wer oben ankommt, traut seinen Augen nicht: Da steht eine komplette Dorfruine. Eine Kirche, Wohnhäuser, Mauern – alles aus Stein, alles sieht uralt aus. Aber Vorsicht, Freunde, lasst euch nicht täuschen! Das ist kein antikes Erbe der Liburner oder Römer – das ist pure Movie-Magie. 😉

1959 wurde hier als deutsch-amerikanische Co-Produktion der Film „Raubfischer in Hellas“ (Original: As the Sea Rages) gedreht. Mit dabei: die legendäre Maria Schell und Cliff Robertson (der später einen Oscar gewann und vielen als Onkel Ben aus Spider-Man bekannt ist.
Die Filmcrew hat dieses „griechische“ Dorf einfach mal eben so aus dem Boden gestampft, weil die Kornaten eben noch wilder und spektakulärer aussah als Griechenland selbst.

Man muss sich das mal vorstellen: 1959, die Kornaten waren damals so einsam wie die Rückseite des Mondes. Und plötzlich taucht da ein Tross aus Schauspielern, Technikern und Produzenten auf.
Man sagt, die Crew hätte die Ruhe der Kornaten geliebt, aber die Logistik war der pure Wahnsinn. Alles – wirklich alles, vom Wasser bis zum Essen – musste per Boot aus Murter rangekarrt werden. Die Einheimischen aus Murter, die als Komparsen mitwirkten, erzählen heute noch mit einem Schmunzeln, wie die „feinen Herrschaften“ aus Hollywood mit dem rauen dalmatinischen Wind kämpften.

Eigentlich sollte das Set nach den Dreharbeiten abgerissen werden. Aber Gott sei Dank war man damals wohl etwas gemütlicher unterwegs (oder zu faul). Die Natur hat sich die Steine über die Jahrzehnte zurückgeholt und heute sieht es so authentisch aus, dass es die perfekte Kulisse für eure Instagram-Shots ist.

Wenn ihr Mana besucht, ankert am besten in der kleinen Bucht im Nordwesten. Geht morgens hoch zu den Ruinen, wenn die Sonne noch tiefer steht. Der Kontrast zwischen dem grauen Stein, dem tiefblauen Meer und dem endlosen Horizont ist Gänsehaut-Garantie.

Mana ist der Beweis: In Kroatien verschmelzen Realität und Legende. Und manchmal ist eine gut gebaute Kulisse schöner als die echte Welt.

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