Endlich freie Fahrt nach Rijeka? Slowenien macht ernst bei der Autobahnplanung Richtung Kroatien

Die slowenische Regierung hat einen entscheidenden Schritt für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Südwesten des Landes gemacht. Die Machbarkeitsstudie sowie der Umweltbericht für die geplante Autobahn Postojna–Jelšane wurden offiziell veröffentlicht. Damit rückt der Lückenschluss zur kroatischen Autobahn A7 (Rijeka–Rupa) in greifbare Nähe.

Was genau ist geplant?

Die neue Strecke soll etwa 37 Kilometer lang werden. Da das Gelände in dieser Region sehr anspruchsvoll ist, sieht die Planung zahlreiche Ingenieursbauwerke vor:

  • Tunnel & Viadukte: Um die Topografie zu bewältigen, wird die Autobahn mehrere Tunnel und Brücken umfassen.
  • Neuer Knotenpunkt: Zwischen Postojna und Razdrto (nahe der Ortschaft Orehek) soll der neue Autobahnknoten Hrastje entstehen.
  • Modernisierung: In diesem Zuge soll auch der bestehende Rastplatz Studenec an einen neuen Standort verlegt werden.

Warum ist diese Autobahn so wichtig?

Bisher quält sich der gesamte Transitverkehr – egal ob Touristenströme im Sommer oder LKWs zum Hafen von Rijeka – durch die Ortschaften Pivka und Ilirska Bistrica. Die neue Verbindung soll:

  1. Ortschaften entlasten: Die Lebensqualität der Anwohner an der Staatsstraße wird sich durch weniger Lärm und Abgase deutlich verbessern.
  2. Reisezeit verkürzen: Die Fahrtzeit von Ljubljana in die Kvarner-Region und nach Rijeka wird drastisch reduziert.
  3. Wirtschaft & Tourismus stärken: Eine schnellere Anbindung ist ein Gewinn für den Güterverkehr zum Hafen Rijeka und macht die kroatische Küste für Urlauber noch attraktiver.

Wie geht es jetzt weiter?

Das Projekt befindet sich aktuell in der Phase der öffentlichen Konsultation. In den Städten Postojna, Ilirska Bistrica und Pivka haben Bürger die Möglichkeit, sich die Pläne genau anzusehen und Anmerkungen einzureichen. Sobald die endgültige Streckenführung feststeht, kann der nationale Raumordnungsplan verabschiedet werden.

Also wir meinen, auch wenn es bis zum ersten Spatenstich noch ein wenig dauern mag – die Veröffentlichung der Routen ist ein Meilenstein für eine der meistdiskutierten Verkehrsverbindungen der Region. Wir dürfen gespannt sein, wann die “unendliche Geschichte” dieser Autobahn ihr glückliches Ende findet.

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