Bahnbrechende Innovation in Split: vom Flughafen direkt zum Schnellboot-Terminal für Flugreisende

Endlich gelandet! Die Vorfreude auf den Urlaub in Dalmatien ist riesig, man spürt die südliche Sonne – doch dann der Dämpfer: Die Fahrt vom Flughafen Split zu den Urlaubszielen wird im Hochsommer oft zur absoluten Geduldsprobe. Die Straßen durch Kaštela und der Knotenpunkt in Solin sind berüchtigt für ihre kilometerlangen Staus. Allein im letzten Jahr verzeichnete der Haupthafen in Split über 6 Millionen Passagiere und mehr als 1 Million Fahrzeuge. Wer nach der Landung in den Bus oder das Taxi steigt, verliert oft wertvolle Urlaubszeit auf dem Asphalt.

Doch damit soll bald Schluss sein! Für alle, die am Flughafen Split (Sveti Jeronim) ankommen, gibt es fantastische Neuigkeiten: Eine echte Innovation verspricht künftig einen nahtlosen und vor allem staufreien Start in den Urlaub. Der ehrgeizige Plan der Hafenverwaltung (Lučka uprava): Fluggäste werden buchstäblich von der Straße aufs Meer verlegt.

Das Projekt: Das neue Terminal Resnik – Divulje

Der Schlüssel zu diesem entspannten Urlaubsstart ist der umfassende Ausbau des Meeres- und Passagierterminals „Resnik – Divulje“. Da sich der Flughafen ohnehin fast direkt an der Küste befindet, wird die bestehende Infrastruktur nun strategisch klug erweitert. Das neue Hafenbecken ist nur etwa 800 Meter vom Flughafengebäude entfernt. Praktische Shuttlebusse werden die Fluggäste künftig in wenigen Minuten direkt zu den Booten bringen.

Die wichtigsten Fakten und Zahlen auf einen Blick:

  • Clevere Investition: Das Projekt hat ein exaktes Volumen von 3,4 Millionen Euro. Finanziert wird es zu beachtlichen 85 % aus dem Kohäsionsfonds der EU, die restlichen 15 % trägt der kroatische Staat.
  • Massiver Ausbau: Die Baufirma Pomgrad errichtet einen komplett neuen, 53 Meter langen Pier und verlängert die bestehende Kaimauer um weitere 52 Meter. Das Hafenbecken wird dafür auf 5,3 Meter Tiefe ausgebaggert.
  • Platz für große Katamarane: Insgesamt entstehen so bis zu vier Anlegeplätze, die speziell auf Schnellboote und Katamarane mit einer Länge von bis zu 40 Metern ausgelegt sind.
  • Barrierefreiheit & Ökologie: Die gesamte Anlage wird vollständig barrierefrei für Menschen mit Behinderungen gebaut. Zudem setzt man auf Nachhaltigkeit mit LED-Beleuchtung und Landstromanschlüssen für die Schiffe.
  • Bauzeit: Die Arbeiten sind bereits angelaufen. Die geplante Bauzeit beträgt etwa 25 Monate, sodass die Region in naher Zukunft stark entlastet wird.

Warum das ein Gamechanger für Flugreisende ist

Katamarane und Schnellboote können die gelandeten Passagiere künftig auf dem Wasserweg direkt in den Hafen von Split bringen – oder direkt zu den Trauminseln. Geplant sind Direktverbindungen nach Brač, Hvar, Vis, Šolta und Korčula.

Das bringt gleich mehrere entscheidende Vorteile mit sich:

  1. Urlaubsfeeling ab Minute Eins: Der Urlaub beginnt kurz nach der Gepäckausgabe mit einer frischen Meeresbrise auf dem Boot – statt mit Stop-and-Go-Verkehr bei glühender Hitze in einem überfüllten Transfer-Bus.
  2. Enorme Zeitersparnis: Die Fahrt über das Wasser ist kalkulierbar und schnell. Ohne den Umweg über die überlasteten Straßen von Kaštela oder den städtischen Fährhafen von Split zu nehmen, ist man wesentlich schneller am eigentlichen Urlaubsziel auf den Inseln.
  3. Entlastung für die Region: Jeder Fluggast, der aufs Boot steigt, bedeutet ein Auto oder einen Bus weniger auf den völlig verstopften Küstenstraßen.

Mit dem Schnellboot-Terminal Resnik-Divulje zeigt die Region Split, wie man infrastrukturelle Probleme intelligent und elegant löst. Es ist ein 3,4-Millionen-Euro-Projekt, das den Flughafen enorm aufwertet und das Reiseerlebnis für Millionen von Touristen revolutionieren wird.

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