Wie das Kroatische Regionalmedium Zadarski LIst berichtet, sind Mehrdad Khameneh und seine Frau Shirin Mirzanejad vor etwa einem halben Jahr aus dem Iran nach Sali gekommen.
Die beiden Kunstschaffenden sind in ihrer Heimat von zahlreichen Projekten im Theater- und Filmbereich her, bekannt.
Mehrdad spricht fließend kroatisch, er studierte zehn Jahre in Zagreb, wo er auch sein Regiestudium an der Akademie für Dramatische Künste abschloss.
Die letzten Jahre agierte das kreative Paar – teils von Europa aus – im Iranischen Untergrund, und obwohl die beiden vor hatten, nach Kroatien zu ziehen, waren es dann die Kriegswirren, die den Wohnortwechsel beschleunigten.
Im Juni letzten Jahres war es dann soweit:
“Vom ersten Tag unserer Ankunft in Sali an trafen wir auf sehr nette Menschen, und wir hatten auch das Glück, Menschen kennenzulernen, die wie wir in der Kultur engagiert sind, wie zum Beispiel den Direktor der Kroatischen Bibliothek und des Lesesaals in Sali, Ante Mihić, mit dem wir sofort anfingen, Zeit zu verbringen, und innerhalb einer Woche arbeiteten wir zusammen”, freut sich Mehrdad.
Jetzt gründeten Shirin und er das EXIT Art Studio, ein Atelier für künstlerisches Schaffen, das als unabhängiger Kreativraum für Film, Theater, Literatur und Poesie konzipiert ist.
Sie beschlossen darüber hinaus, die Sali Film Initiative (FIS) weiterzuentwickeln, die sie gemeinsam mit der Kroatischen Bibliothek und dem Lesesaal von Sali ins Leben gerufen haben.
Das Ziel ist, benachbarte EU-Länder wie Slowenien oder Italien in dieses Projekt einbeziehen und Selbstporträts von ganz normalen Menschen aller Generationen filmen!
Dabei geht es darum, die Identität und die Kultur auf den Inseln zu bewahren, Güter, die in Zeiten wie diesen mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt werden.
Unterstützt von Bürgermeister Zoran Morović und dem Tourismusverband Dugi Otok sind die beiden mittlerweile voll in das Inselleben integriert, und bereichern die langen Winter mit ihren kreativen Kulturprojekten.
