In der Welt des High-End-Luxus sind wir an beeindruckende Zahlen gewöhnt. Doch was sich derzeit in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, im Golf von Triest, abspielt, sprengt selbst die Vorstellungskraft erfahrener Investoren. Die Rede ist von der „Sailing Yacht A“ – einem technologischen Wunderwerk, das derzeit zum Symbol für die Komplexität globaler Sanktionen geworden ist.
Aktuelle italienische Medienberichte verdeutlichen das Ausmaß: Rund 36 Millionen Euro hat der italienische Staat bisher für die Wartung und Instandhaltung der beschlagnahmten Mega-Jacht ausgegeben. Seit März 2022 liegt der futuristische Dreimaster, der angeblich dem russischen Oligarchen Andrej Melnitschenko gehört, festgesetzt im Hafen von Triest.
Ein Gigant im Wartestatus
Mit ihren markanten, fast außerirdisch wirkenden Linien aus der Feder von Stardesigner Philippe Starck ist die „Sailing Yacht A“ eigentlich dafür gebaut, die Weltmeere zu erobern. Mit einer Länge von fast 143 Metern und Masten, die höher als der Big Ben sind, ist sie die größte Segeljacht der Welt.
Doch statt die kristallklaren Buchten Dalmatiens anzusteuern oder vor Hvar vor Anker zu gehen, liegt sie nun wie ein „gestrandeter Wal“ an der Kaimauer. Das Problem: Ein Schiff dieser Größenordnung kann man nicht einfach „abschalten“.
Warum die Wartung Millionen verschlingt
Viele fragen sich: Warum zahlt der Staat so viel Geld für ein Schiff, das ihm gar nicht gehört? Die Antwort liegt in der rechtlichen Werterhaltung:
- Technischer Erhalt: Die hochkomplexen Systeme an Bord müssen ständig gewartet werden, um Korrosion und Verfall zu verhindern.
- Sicherheit: Eine Crew muss rund um die Uhr an Bord sein, um die Sicherheit im Hafen zu gewährleisten.
- Versicherungen und Hafengebühren: Auch im Stillstand fallen enorme Fixkosten an.
Sollten die Sanktionen eines Tages aufgehoben werden oder das Schiff verwertet werden, muss es in einem seetüchtigen Zustand sein. Die Kosten trägt vorerst der italienische Steuerzahler – in der Hoffnung, sich diese später vom Eigentümer zurückzuholen.
Die Lektion für Luxus-Investoren
Als Experten für exklusive Immobilien in Kroatien sehen wir oft Parallelen zwischen Super-Jachten und High-End-Villen. Luxus bedeutet nicht nur Besitz, sondern vor allem Management.
- Lage und Rechtssicherheit: Die politische Stabilität einer Region ist das höchste Gut für jedes Investment – ob zu Wasser oder zu Land.
- Unterhaltskosten einplanen: Ein prestigeträchtiges Objekt benötigt professionelle Betreuung. Wer am Management spart, verliert am Ende Substanzwert.
- Flexibilität: In einer sich schnell verändernden Welt ist die rechtliche Absicherung von Assets wichtiger denn je.
Fazit: Sehnsucht nach Freiheit
Die „Sailing Yacht A“ erinnert uns schmerzlich daran, dass wahrer Luxus untrennbar mit Freiheit verbunden ist. Ein Schiff, das nicht segeln darf, verliert seine Seele – egal wie viele Millionen in seinen Rumpf fließen.
Wir hoffen, dass die Gewässer der Adria bald wieder Schauplatz für positive Nachrichten und glückliche Eigner sind, die die Schönheit unserer Küsten in Freiheit genießen können, und wir hoffen, dass dieses atemberaubende Schiff in absehbarer Seit wieder auf unseren Weltmeeren unterwegs ist!
