Die Makarska Riviera ist eigentlich für ihre idyllischen Strände bekannt. Doch vor dem Start der aktuellen Saison sorgt nicht das kristallblaue Wasser für Schlagzeilen, sondern ein beispielloser „Krieg der Liegestühle“.
Was sich vor dem Gemeindeamt abspielte, gleicht einem Krimi um Macht, Geld und Quadratmeter.
Warteschlangen ab Mitternacht und Polizeipräsenz
Der Ansturm auf die neuen Konzessionen für das „Seegut“ (Pomorsko dobro, um Liegestühle aufstellen zu dürfen, sprengte jeden Rahmen. Um sich die begehrten Plätze zu sichern, harrten Antragsteller bereits ab 4 Uhr morgens – einige Berichten zufolge sogar seit Mitternacht – vor dem Regierungsgebäude aus.
Die Stimmung war so aufgeheizt, dass die Polizei anrücken musste, um die Ordnung aufrechtzuerhalten und Einschüchterungsversuche in der Warteschlange zu verhindern. Über 900 Anträge gingen für lediglich 94 verfügbare Plätze ein.
Der helle Wahnsinn: 20.000 Euro für 16 Liegestühle
Warum nehmen Menschen solche Strapazen auf sich? Die Antwort liegt in den Zahlen, die nun ans Licht kamen. Das Geschäft mit dem Schatten ist extrem lukrativ – und hart umkämpft.
Ein Bieter trieb den Einsatz auf die Spitze: Er bot unglaubliche 20.000 Euro für eine Konzession von nur 16 Liegestühlen.
- Die Rechnung: Das entspricht einem „Eintrittspreis“ von 1.250 Euro pro Liegestuhl an die Gemeinde, noch bevor der erste Tourist darauf Platz genommen hat.
- Das Kalkül: Bei Mietpreisen von 20 bis 40 Euro pro Tag in der Hochsaison hoffen die Betreiber trotz dieser enormen Fixkosten auf satte Gewinne. Es zeigt aber auch die schiere Verzweiflung: Wer nicht extrem hoch bietet, verliert seinen Standplatz komplett an die Konkurrenz.
Die Schattenseiten des Booms
Hinter dem Bieterwettstreit verbirgt sich ein tieferliegendes Problem. Kritiker sprechen von einer „Liegestuhl-Mafia“, die öffentliche Strände zunehmend privatisiert. Wo früher Platz für das eigene Handtuch war, stehen heute oft dicht gedrängte Plastikliegen.
Für Urlauber hat dieser Goldrausch zwei bittere Konsequenzen:
- Explodierende Preise: Die hohen Konzessionsgebühren werden eins zu eins an die Touristen weitergegeben.
- Platzmangel: Jeder Zentimeter Strand wird kommerziell optimiert, was den Charme der Naturküste verdrängt.
Der Fall in Baška Voda ist ein Extrembeispiel dafür, wie der Massentourismus die kroatische Küste verändert. Wenn 16 Liegestühle bereits 20.000 Euro an Gebühren kosten, ist klar: Der entspannte Strandtag wird zum Luxusgut.
Es bleibt abzuwarten, was sich die Politik einfallen lässt, und ob die neuen gesetzlichen Regelungen langfristig für mehr Transparenz sorgen oder ob der Kampf um die besten Plätze an der Sonne jedes Jahr aufs Neue eskaliert.
Was sagst du dazu? Sind 20.000 Euro für ein paar Liegestuhl-Plätze noch gerechtfertigt oder ist der Bogen hier überspannt? Diskutiere mit uns in den Kommentaren!
Quellen: Dnevnik.hr, lokale Berichte aus Dalmatien.

Jeder, der ein Bussines finanziert, eröffnet hat und betreibtt, kämpft um das Weiterbestehen.
Diese 20.000 für einige Liegeplätze bedeutet, es wird sehr sehr hart gekämpft.
Willkommen im Wettbewerb,wo nur mehr Alles ums Geld sich dreht.
Aber ! Solange der Tourist nur meckert, und trotzdem 20 bis 40 Euro täglich für 1 Plastkliege bezahlt……
Die Macht Solches zu verändern hat der Tourist. Aber die Spitze, der Preise, scheint noch nicht erfeicht zu sein.